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INSPIRATION FÜR KÖRPER, GEIST UND SEELE                
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KGS Hamburg Magazin Artikel (Mai 2012)

Nur mit dem Her­zen ver­ste­hen wir die Bot­schaf­ten der En­gel

Ja­na Haas kann Geist­we­sen wie En­gel, Na­tur­we­sen und Ver­s­tor­be­ne eben­so deut­lich wahr­neh­men wie die ma­te­ri­el­le Welt. Seit ih­rer Ge­burt hell­sich­tig kom­mu­ni­ziert sie mit geis­ti­gen We­sen­hei­ten und ver­mit­telt auch an­de­ren Men­schen, wie sie selbst den Kon­takt mit den kos­mi­schen Di­men­sio­nen auf­neh­men kön­nen. In ih­rem In­s­ti­tut in der Nä­he des Bo­den­sees fin­den im Rah­men ei­nes um­fang­rei­chen Pro­gramms Hei­ler­aus­bil­dun­gen, Se­mi­na­re, En­gel­krei­se und Me­di­ta­ti­ons­sit­zun­gen statt. Ja­na Haas kommt zum dies­jäh­ri­gen En­gel­kon­gress und gibt ei­ne Wo­che spä­ter ein Se­mi­nar.


Wie kom­mu­ni­zie­ren die En­gel mit den Men­schen, und wie kön­nen wir ih­re Bot­schaf­ten wahr­neh­men?


Die En­gel kom­mu­ni­zie­ren mit uns aus­sch­lie­ß­lich über die Emo­ti­on, al­so über das Ge­fühl, über un­se­re Her­zens­spra­che. Da­bei sp­re­chen En­gel nie­mals mit ei­ner ei­ge­nen Stim­me, son­dern, wenn ei­ne Stim­me ent­steht, stets mit ei­ner, die sich wie un­se­re ei­ge­ne an­fühlt und auch un­se­re ei­ge­ne ist, da die Wor­te in uns ent­s­te­hen. Al­les an­de­re, was man über den In­tel­lekt er­fas­sen kann, ist zu grob­stoff­lich, als dass es auf die En­gel zu­rück­zu­füh­ren wä­re.

Wir kön­nen Mit­tei­lun­gen von ei­ner gött­li­chen Ebe­ne von Licht­we­sen nur über die Emo­ti­on, über in­ne­re Bil­der, emp­fan­gen und ver­s­te­hen. Wenn die­se Emp­fin­dun­gen wahr­haf­tig frei von ei­ge­nen Vor­s­tel­lun­gen und Prä­gun­gen sind, wenn das geis­ti­ge Bild mit dem Ge­fühl über­ein­stimmt, dann stel­len sich so­zu­sa­gen von selbst Wor­te ein, die die­se rei­ne Bot­schaft aus­zu­drü­cken ver­mö­gen.

Sie ge­ben uns in ih­ren Bot­schaf­ten die Kraft für un­se­re Ge­gen­wart und ei­nen Zu­kunfts­im­puls mit. Die Bot­schaf­ten sind kur­ze, prä­zi­se Hin­wei­se, die al­les We­sent­li­che be­inhal­ten, was der Mensch für sei­ne Ent­wick­lung be­nö­tigt und ver­ar­bei­ten kann. Bei En­gel­bot­schaf­ten muss be­ach­tet wer­den, dass über die­se nicht zu viel ge­grü­belt und dis­ku­tiert wird, da dies oft­mals dann letzt­end­lich da­zu führt, dass sie von uns selbst in­tel­lek­tu­ell so ver­än­dert wer­den kön­nen, bis sie der ei­ge­nen Wunsch­vor­s­tel­lung ent­sp­re­chen. Dies kann die Ent­wick­lung von licht­vol­len Ei­gen­schaf­ten im Men­schen ver­hin­dern. Die En­gel­bot­schaf­ten kön­nen nur mit dem Her­zen be­grif­fen wer­den und auf die Ge­füh­le po­si­tiv wir­ken, wenn der In­tel­lekt da­bei zu­rück­ge­stellt wird. Soll­ten die Bot­schaf­ten sich im­mer wie­der­ho­len, so ist das ein Zei­chen da­für, dass die­sel­be in­ne­re Auf­ga­be im­mer noch an­steht. Je­der Mensch kann, wenn er die Be­reit­schaft da­für hat, selbst Bot­schaf­ten des Schutz­en­gels er­hal­ten.

Was sind Schutz­en­gel?

Schutz­en­gel sind im­mer ei­nem ein­zel­nen Men­schen zu­ge­ord­net. Sie glei­chen ihm in sei­ner See­len­schwin­gung und be­g­lei­ten ihn durch die­ses ei­ne Le­ben oder auch durch meh­re­re In­kar­na­tio­nen. Die­se Bo­ten Got­tes kön­nen wir in­tel­lek­tu­ell nicht er­fas­sen, weil sie nicht über den Geist und die Ge­dan­ken mit uns kom­mu­ni­zie­ren. Sie er­rei­chen uns viel­mehr über un­se­re See­le, über un­se­re ehr­li­chen und auf­rich­ti­gen Ge­füh­le. Je­der er­lebt die­se sen­si­b­le, hö­he­re Schwin­gung, die Wahr­neh­mung sei­nes En­gels durch in­ne­re Wahr­haf­tig­keit und das be­wuss­te Zu­las­sen von Ge­füh­len wie Hoff­nung, De­mut und Lie­be. Je­der Mensch hat ei­nen Schutz­en­gel. Mit die­sem En­gel ha­ben wir in die­ser In­kar­na­ti­on ei­ne ganz be­son­de­re Ver­bin­dung; er be­g­lei­tet uns je­den Au­gen­blick un­se­res Le­bens und wird uns nie ver­las­sen. Un­ser Schutz­en­gel hat die Auf­ga­be, uns un­se­re ge­gen­wär­ti­ge Kraft auf­zu­zei­gen, mit der wir die Le­bens­the­men und Be­ga­bun­gen in Ver­trau­en und Freu­de aus­le­ben kön­nen, um ver­trau­ens­voll den Weg in un­se­re Zu­kunft zu ge­hen. Er er­in­nert uns in je­der Se­kun­de, mit je­dem Atem­zug und mit je­der Er­fah­rung an un­se­ren tiefs­ten Le­bens­sinn. Je fried­vol­ler und rei­ner un­se­re Ab­sich­ten sind, des­to stär­ker kann uns un­ser Schutz­en­gel be­g­lei­ten und uns mit sei­nem Licht be­hü­tend zur Sei­te ste­hen.

Ver­än­dert sich ein Mensch durch den be­wuss­ten Kon­takt mit sei­nem Schutz­en­gel?

Durch die be­wuss­te Ver­bin­dung mit dem Schutz­en­gel ge­win­nen wir mehr an Ur­ver­trau­en. Da­durch kön­nen wir auch mehr in­ne­re Span­nun­gen ab­bau­en und ge­las­se­ner auf un­se­re Um­welt re­a­gie­ren. In Be­zug auf die Ge­sund­heit ver­än­dern wir un­se­re Ge­wohn­hei­ten ganz hin zu ei­ner ent­sp­re­chen­den Er­näh­rung und Be­we­gung. Wir ge­hen lie­be­vol­ler mit uns selbst und so­mit auch mit un­se­ren Mit­men­schen und der Fa­mi­lie um. Wir kön­nen dem in­ne­ren Ruf und der geis­ti­gen Füh­rung fol­gen und wer­den selbst­si­che­rer und er­folg­rei­cher, weil wir mehr im Ein­klang mit uns sind. Sind wir da­durch glück­li­cher, ist auch un­ser Kör­per ge­sün­der. Wir kön­nen un­se­ren Le­bens­sinn mit Hil­fe des Schutz­en­gels fin­den.

Wie kön­nen über­haupt Un­fäl­le pas­sie­ren, wenn doch je­der Mensch ei­nen Schutz­en­gel hat, der im­mer bei ihm ist und ihn be­schüt­zen soll?

Es ist ein gro­ßes Miss­ver­s­tänd­nis, dass der Schutz­en­gel in die Ma­te­rie und in un­se­re Ent­sch­ei­dun­gen ein­grei­fen kann. Sol­che Vor­ur­tei­le ent­s­te­hen durch man­geln­des Wis­sen über die kos­mi­schen Ge­set­ze und den frei­en Wil­len des Men­schen. Die Er­de ist das „Er­fah­rungs­feld“ des Men­schen. Der Mensch hat sein Ge­hirn und sei­nen Wil­len und ent­sch­ei­det, ob er jetzt zum Bei­spiel das Au­to zu schnell fährt oder nicht. Er hat auch sei­nen Kör­per, um sei­ne Ent­sch­ei­dun­gen zu voll­zie­hen. Die­se Frei­heit ma­ni­pu­liert der Schutz­en­gel nicht, sonst wä­re er kein En­gel. Al­les, was mit der Ma­te­rie zu tun hat, hat der Mensch selbst zu re­geln. Der Schutz­en­gel gibt aber Im­pul­se, bei­spiels­wei­se jetzt be­son­ders vor­sich­tig zu sein. Sen­si­b­le Men­schen ver­spü­ren dann plötz­lich das Ge­fühl, et­was zu ver­än­dern, oft kann der Mensch durch sei­ne in­ne­re Span­nung die­se Im­pul­se aber nicht wahr­neh­men.

Der Schutz­en­gel ist ei­ne lie­be­vol­le und fein­stoff­li­che En­er­gie, die un­se­re See­len­qua­li­tä­ten be­schützt und so­mit für die Ent­wick­lung un­se­rer in­ne­ren Wer­te zu­s­tän­dig ist. Nur über un­se­re Sen­si­bi­li­tät kann er „ge­hört“ wer­den so­wie po­si­tiv in un­ser Le­ben ein­grei­fen. Der Schutz­en­gel gibt uns stän­dig Im­pul­se, nach de­nen wir frei und glück­lich le­ben kön­nen und sol­len. Doch wir müs­sen ihn be­wusst von Her­zen an­neh­men, sonst kön­nen wir ihn und sei­ne Im­pul­se nicht wahr­neh­men. En­gel kön­nen uns oh­ne un­se­re sen­si­b­le Be­reit­schaft nicht hel­fen, sie wür­den sonst in un­ser Kar­ma ein­grei­fen. Da­für ist es nö­tig, sich ver­mehrt sei­ner Sen­si­bi­li­tät, In­tui­ti­on und Her­zens­spra­che zu wid­men und ver­trau­ens­voll von gan­zem Her­zen be­wusst und lie­be­voll sei­nen All­tag zu le­ben. Dann ge­hen wir ge­mein­sam und be­schützt mit den En­geln un­se­ren Le­bens­weg.

Wie se­hen die En­gel aus?

Die En­gel sind Lich­ter Got­tes, al­so rei­ne En­er­gie­fel­der. In ih­rer Licht­schwin­gung ha­ben sie kei­ne Form, weil sie nicht an die Ma­te­rie ge­bun­den sind. Sie neh­men aber für uns Men­schen ei­ne Ge­stalt an, und zwar je­ne, die wir am ehes­ten er­ken­nen kön­nen. Das tun sie, um sich dem sen­si­blen Men­schen, der da­zu von Her­zen be­reit ist, in Form von Bil­dern, die die See­le be­rüh­ren, mit­tei­len zu kön­nen. Ein Christ wird die En­gel eher in den For­men und mit den Ges­ti­ken wahr­neh­men, die er aus der kirch­li­chen Tra­di­ti­on kennt. Ein Bud­dhist hin­ge­gen wird sie mehr in Form ei­nes Bud­d­has wahr­neh­men. Es ge­schieht eben im­mer auf die Wei­se, die der Mensch sei­ner Prä­gung ent­sp­re­chend ein­ord­nen kann. Die En­gel zei­gen sich uns so, wie sie uns dort, wo wir in un­se­rer Ent­wick­lung ste­hen, am bes­ten be­rüh­ren und ab­ho­len kön­nen. Des­halb hat auch je­des Zeit­al­ter sei­ne ei­ge­ne künst­le­ri­sche und kul­tu­rel­le Art, die geis­ti­gen We­sen dar­zu­s­tel­len. Aus­schlag­ge­bend bei der In­ter­p­re­ta­ti­on ei­ner sol­chen Be­geg­nung sind: die Farb­in­ten­si­tät der Er­sch­ei­nung, die Sym­bo­lik, die sich in den „Ge­wän­dern“ der En­gel zeigt, die Ges­ti­ken der Licht­hän­de und -flü­gel, ih­re Grö­ße, Aus­strah­lung und vor al­lem die Emp­fin­dung, die sie im Men­schen aus­lö­sen. Zum bes­se­ren Ver­s­tänd­nis möch­te ich hier an­füh­ren, dass En­gel an sich form­lo­se En­er­gie­fel­der sind. Wenn sie sich uns in Form ei­nes Men­schen mit Flü­geln dar­s­tel­len, sind die Flü­gel in der Vor­s­tel­lung der Men­schen und ist so das Ab­bild der En­gel ent­s­tan­den. En­gel be­nö­ti­gen selbst­ver­s­tänd­lich kei­ne Flü­gel zum Flie­gen. In Wirk­lich­keit han­delt es sich bei den „Flü­geln“ um ei­ne ein­hül­len­de Ges­te.

War­um sind Spi­ri­tua­li­tät und En­gel heu­te zur Mo­de ge­wor­den, wel­che Be­dürf­nis­se ste­cken da­hin­ter?

Sich der licht­vol­len Wel­ten und des Wir­kens der En­gel be­wusst zu sein war für die Men­schen schon im­mer wich­tig, und so wird es auch blei­ben. Aber ge­ra­de in der heu­ti­gen Zeit ge­winnt der spi­ri­tu­el­le Be­zug an Be­deu­tung. Der Mensch­heit ste­hen heu­te mehr See­len­kräf­te zur Ver­fü­gung als bei­spiels­wei­se noch vor hun­dert Jah­ren. Dies macht den Men­schen sen­si­bler, und er be­ginnt nach der in­di­vi­du­el­len Wahr­heit zu su­chen. Das St­re­ben nach Wis­sen und Weis­heit, um Sinn­haf­tig­keit zu er­fah­ren, ent­spricht dem Kern der mensch­li­chen Na­tur. Das Le­ben will ver­trau­ens­voll be­grif­fen wer­den und das ist nur durch die geis­ti­ge An­bin­dung und das Er­le­ben der Lie­be im Her­zen voll­s­tän­dig mög­lich. Die En­gel­welt kann uns da­bei un­ter­s­tüt­zen, wenn wir es zu­las­sen.

(Ab­druck mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Al­le­gria Ver­la­ges aus dem Buch Fra­gen an Gott und die En­gel von Ja­na Haas.)

Buch­tipp:

JA­NA HAAS: Fra­gen an Gott und die En­gel. Wie uns Got­tes Weis­heit und Ant­wor­ten der En­gel im All­tag hel­fen • Al­le­gria 2011, TB, 208 Sei­ten, 8,99 Eu­ro

 

Quelle: KGS Hamburg Magazin (05/2012)