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Wrage Inspiration Artikel (Januar 2014)

Mein Weg – Mein Leben

Eric Pearl hat mit The Re­con­nec­ti­on Ge­schich­te ge­schrie­ben. Mitt­ler­wei­se ar­bei­ten vie­le Tau­send Men­schen welt­weit da­mit. Was vor we­ni­gen Jah­ren noch un­denk­bar schien, ist wahr ge­wor­den. Ärz­te und Wis­sen­schaft­ler be­schäf­ti­gen sich mit The Re­con­nec­ti­on, weil sie viel­fach ge­se­hen ha­ben, dass es un­glaub­li­che Er­fol­ge er­zielt. Der frühe­re Chi­ro­prak­ti­ker hat sein Le­ben der Auf­ga­be ge­wid­met, The Re­con­nec­ti­on zu den Men­schen zu brin­gen und so Hei­lung für je­den zu­gäng­lich zu ma­chen.


Eric, wenn du an dei­ne Kind­heit oder Ju­gend zu­rück­denkst: Warst du schon im­mer ein spi­ri­tu­el­ler Mensch? Er­in­nerst du dich an ein spi­ri­tu­el­les, pa­ra­psy­cho­lo­gi­sches oder en­er­ge­ti­sches Er­leb­nis, das du dir nicht lo­gisch er­klä­ren konn­test? Gab es ei­nen Mo­ment des Er­wa­chens?


Ich den­ke, dass wir al­le spi­ri­tu­el­le We­sen sind und wir eins wer­den mit un­se­rem wah­ren Selbst, wenn wir uns den Zu­gang da­zu er­lau­ben. Das be­ginnt schon da­mit, wenn wir er­ken­nen, dass Spi­ri­tua­lität in der Kind­heit so na­tür­lich ist, dass wir gar nicht un­be­dingt be­mer­ken, dass wir spi­ri­tu­ell sind. Wir mer­ken ein­fach nur, dass wir so sind, wie wir sind - na­tür­li­che We­sen, die mit den Ge­set­zen und Prin­zi­pi­en des Uni­ver­sums fließen.

Ich hat­te nie das Ge­fühl, ein Er­leb­nis zu ha­ben, das ich mir nicht er­klä­ren konn­te, da ich nie die Not­wen­dig­keit emp­fand, es er­klä­ren zu müs­sen. Ich nahm an, dies sei das Le­ben und un­ser Er­le­ben. Wenn wir äl­ter wer­den, wird uns - ge­mäß der be­grenz­ten Sicht­wei­sen an­de­rer - ge­sagt, was ge­sche­hen darf und was nicht. Und dann be­gin­nen wir zu den­ken "Oh, das kann so doch gar nicht ge­sche­hen, wie kann ich das er­klä­ren?" Ich hat­te je­doch nie die­ses ein­ge­schränk­te Den­ken.

Ich glau­be nicht dar­an, dass es ei­nen Au­gen­blick des Er­wa­chens gab, denn ich glau­be, wir al­le er­wa­chen in je­dem Mo­ment, den wir er­le­ben. Müss­te ich je­doch ei­nen Mo­ment des Er­wa­chens be­nen­nen, wä­re es der, in dem mei­ne Mut­ter ih­re Le­ben-nach-dem-Tod-Er­fah­rung mit mir teil­te, denn als ich ih­rer Er­zäh­lung lausch­te, ver­stand ich plötz­lich, dass ich nur ein Teil ei­nes viel größe­ren Bil­des war. Ich ver­lor mei­ne Angst vor dem Tod und ich emp­fand mein Le­ben als eins mit dem Uni­ver­sum.

Wie lebst du dei­ne Spi­ri­tua­lität? Hast du be­stimm­te Ri­tua­le oder spi­ri­tu­el­le Übun­gen? Glaubst du, man muss nach be­stimm­ten Re­geln le­ben, um sein ei­ge­nes spi­ri­tu­el­les Selbst zu sein? Was rätst du Men­schen, die da­mit ha­dern, ih­ren Platz zu fin­den?

Ich le­be mei­ne Spi­ri­tua­lität, in­dem ich ler­ne zu be­ob­ach­ten und zu er­le­ben und in­dem ich dies mit so we­ni­gen Be­ur­tei­lun­gen wie mög­lich tue. Auf die­se Wei­se, er­lau­be ich mir selbst, noch mehr zu be­grei­fen.

Mei­ne spi­ri­tu­el­le Pra­xis be­steht dar­in, dass ich je­den Mor­gen "Dan­ke" sa­ge, zu Gott, zur Lie­be und zum Uni­ver­sum. Und wenn ich das ab und zu mal ver­ges­se, dann ver­ur­tei­le ich mich nicht dafür, ich sa­ge ein­fach am nächs­ten Mor­gen wie­der "Dan­ke".

Ich glau­be, wenn wir er­ken­nen, dass wir mit al­lem eins sind und al­les mit uns eins ist, müs­sen wir kei­ne be­stimm­ten Re­geln er­ler­nen oder uns dar­auf fo­kus­sie­ren, da un­ser na­tür­li­ches an­ge­bo­re­nes Ver­hal­ten in per­fek­tem Ein­klang mit dem Uni­ver­sum steht.

Men­schen, die da­mit ha­dern, ih­ren Platz im Le­ben zu fin­den, wür­de ich sa­gen: Be­trach­te je­den Men­schen, den du siehst, Men­schen, die du kennst und auch Frem­de, und fra­ge dich "Wie er­ken­ne mich selbst in die­ser Per­son wie­der? Wie kann ich die­ser Per­son et­was von mir ge­ben, sei es auch nur ein Lächeln?" Fin­de je­den Tag et­was, was du ei­nem Men­schen ge­ben kannst, das ihm ein Lächeln be­rei­tet. Du wirst er­ken­nen, dass du es mehr und mehr Men­schen gibst. Und ir­gend­wann wäh­rend die­ser Übung wirst du er­ken­nen, was du zu ge­ben hast, was dein Herz zum Sin­gen bringt und als nächs­tes wirst du mer­ken, dass du dich auf dei­nem wun­der­sams­ten Weg be­fin­dest.

Be­vor du The Re­con­nec­ti­on ent­deckt hast, hat­test du ein ziem­lich lu­xu­riö­ses Le­ben. Hat­test du je­mals das Ge­fühl, dass et­was in dei­nem Le­ben fehl­te, et­was, das dei­ne in­ners­ten Be­dürf­nis­se und Träu­me er­fül­len könn­te?


Ja, das Ge­fühl hat­te ich. Ich weiß nicht, ob ich mir wirk­lich des­sen be­wusst war, dass et­was fehl­te. Es war nichts, auf das ich mit mei­nem Fin­ger hät­te zei­gen kön­nen, denn ich glau­be nicht, dass ich zwangs­läu­fig das Be­wusst­sein hat­te, um be­nen­nen zu kön­nen, was ge­nau fehl­te.

Heu­te weiß ich, dass ich ei­ne größe­re Er­fül­lung in mei­nem Le­ben ge­fun­den ha­be und doch weiß ich, dass noch viel mehr auf mich war­tet. Ich weiß nicht, was es ist und ob das, was nicht hier ist, wirk­lich fehlt. Ich wür­de auch das Wort "feh­len" nicht ver­wen­den. Ich den­ke, dass es ein­fach im­mer Raum für uns gibt, mehr zu sein. Mehr in dem, was wir sind, mehr in der Er­fül­lung im Le­ben und im Ge­ben. Es geht dar­um, in den Le­ben, mit de­nen wir in­ter­a­gie­ren, Freu­de ent­s­te­hen zu las­sen. Und das ist ein sich end­los ent­fal­ten­des Er­leb­nis von Schön­heit und Lie­be.

Hast du dich je­mals da­mit schwer ge­tan, die kraft­vol­len En­er­gi­en von The Re­con­nec­ti­on in dei­nem Le­ben zu ak­zep­tie­ren und sie in die­ses zu in­te­grie­ren?


Das ist ei­ne sehr in­ter­es­san­te Fra­ge, denn es scheint, als näh­men vie­le Men­schen an, dass es mir schwer­ge­fal­len sein muss. Aber so war es nicht. Es war au­gen­blick­lich fan­tas­tisch. Es war et­was, von dem ich ei­ner­seits so­fort er­kann­te, dass ich es noch nie er­lebt hat­te. Und doch war es an­de­rer­seits et­was, dass mir so viel ver­trau­ter war als al­les, was ich bis da­hin kann­te. Es war ein Nach­hau­se­kom­men.

Sehr oft kom­men Men­schen auf mich zu und dan­ken mir für mei­nen Mut, die­se Ar­beit vor­an­zu­brin­gen. Ich dan­ke ih­nen dann dafür, dass sie das sa­gen und doch muss ich ih­nen auch mit­tei­len, dass ich die­ses Kom­pli­ment nicht an­neh­men kann, denn ich war nie­mals mu­tig. Mu­ti­ge Men­schen tun das, wo­vor sie Angst ha­ben, es zu tun. Da­durch er­hal­ten sie An­er­ken­nung. Aber ich hat­te zu kei­nem Zeit­punkt Angst da­vor, die­se Ar­beit zu tun. Ich war dafür vor­ge­se­hen. Ich wuss­te, dass sie mein Weg war. Und wenn du das tust, von dem du weißt, dass du ge­nau dafür hier bist, er­fährst du Lie­be. Und im Er­le­ben die­ser Lie­be gibt es kei­ne Furcht, denn Furcht kann nicht exis­tie­ren. Un­se­re ei­gent­li­che Exis­tenz ist Lie­be; und es ist un­se­re Ver­ant­wor­tung und Chan­ce, dies zu er­ken­nen und uns auf die­se Ebe­ne der Exis­tenz ein­zu­las­sen.

Hast du je an dir, dei­ner Ga­be oder The Re­con­nec­ti­on ge­zwei­felt? Hast du dich je­mals schul­dig ge­fühlt, wenn ei­ne Hei­lung nicht er­folgt ist?


Es gibt so vie­le er­staun­li­che Hei­lun­gen, die von un­se­rem ge­gen­wär­ti­gen wis­sen­schaft­li­chen Stand­punkt aus un­er­klär­bar schei­nen. Da­her wuss­te ich, dass ich nie­mals an der An­ge­mes­sen­heit der Hei­lung zwei­feln müss­te. Was ich ler­nen und er­ken­nen muss­te, war, die Per­fek­ti­on in je­der ein­zel­nen Hei­lung zu ent­de­cken. Manch­mal ge­schieht die Hei­lung auf ei­ne Wei­se, die du er­war­test. Und manch­mal ge­schieht sie auf ei­ne Wei­se, von der du nicht ein­mal ge­träumt hast, ei­ne Wei­se, die das Uni­ver­sum spe­zi­ell für dich ent­wor­fen und vor­ge­se­hen hat.

Al­le Hei­lun­gen sind wun­der­voll. Manch­mal se­hen wir sie, manch­mal se­hen wir et­was an­de­res und manch­mal gar nichts. Es ist hilf­reich, ein oder zwei Schrit­te zu­rück­zu­t­re­ten, um uns selbst in ei­nem größe­ren Bild se­hen zu kön­nen. Es ist, als ob man ei­nen Mo­net be­trach­tet: Wenn man es sehr na­he be­trach­tet, sieht man nur klit­ze­k­lei­ne Farb­punk­te, wenn man ein we­nig zu­rück­tritt, sieht man die Far­ben in ih­rer Be­zie­hung zu den an­de­ren Far­ben. Tritt man noch wei­ter zu­rück, be­ginnt man, die Form zu er­ken­nen usw. Bis man ir­gend­wann die Far­ben in ih­rer Be­zie­hung zum Kon­ti­nent, zur Er­de und zum Uni­ver­sum er­kennt.

Es kommt dar­auf an, aus wel­chem Blick­win­kel man sich er­laubt, die Ebe­ne der Hei­lung zu er­ken­nen. Mit an­de­ren Wor­ten: Je­der er­lebt ei­ne Hei­lung. Wir müs­sen uns selbst bloß er­lau­ben, zu be­ob­ach­ten. Als Hei­ler ist es dei­ne Auf­ga­be, den Fo­kus auf den Pro­zess und nicht auf das Er­geb­nis zu le­gen. Und es liegt in dei­ner Ver­ant­wor­tung, die Tür da­zu zu öff­nen; die an­de­re Per­son trägt die Ver­ant­wor­tung dafür, mu­tig zu sein und sich zu ent­sch­ei­den, durch die­se Tür zu tre­ten.


Stel­le dir bit­te ei­ne Welt vor, in der je­der Mensch The Re­con­nec­ti­on prak­ti­ziert und dar­in ver­traut. Was wä­re die Wir­kung? Wie wür­de ei­ne sol­che Welt im Ver­gleich zu der jet­zi­gen aus­se­hen?


Da mehr und mehr Men­schen Re­con­nec­ti­ve Hea­ling prak­ti­zie­ren und emp­fan­gen und im­mer mehr Men­schen mit den Re­con­nec­ti­ve-Fre­quen­zen in­ter­a­gie­ren, ver­an­kern wir die­se neue Ebe­ne der Exis­tenz auf un­se­rem Pla­ne­ten. Wir füh­ren ei­nen Wan­del her­bei.

Wenn ein aus­rei­chend großer An­teil von uns die­se Ar­beit prak­ti­ziert, wird es bald das sein, was wir von Na­tur aus sind. Wir wis­sen, dass wir auf dem rich­ti­gen Weg sind, wenn Kin­der be­gin­nen, ih­re El­tern zu fra­gen "Ha­ben die Men­schen wirk­lich Gift ge­nom­men, um wie­der ge­sund zu wer­den? Sie ha­ben es ge­schluckt, um sich zu er­lau­ben, wie­der ganz zu wer­den?". Und die El­tern wer­den dar­auf­hin nur lächeln kön­nen. 
In ei­ner Welt, in der je­des mensch­li­che We­sen The Re­con­nec­ti­on prak­ti­ziert und ihr ver­traut, wer­den sich Zeit und Tren­nung als ei­ne Il­lu­si­on dar­s­tel­len. So auch Furcht, Dun­kel­heit und der Wunsch nach Kon­trol­le. Be­ur­tei­lun­gen wer­den ver­schwin­den. Lie­be wird die Schwin­gung der Welt sein. Und wenn es an die­sem Punkt noch Be­darf an Hei­lung ge­ben soll­te, wer­den wir er­ken­nen, dass Hei­lung le­dig­lich die Rück­kehr zu ei­nem Zu­stand ist, in dem man in Lie­be lebt. Men­ta­le, phy­si­sche, emo­tio­na­le und an­de­re For­men von Her­aus­for­de­run­gen wer­den ver­ge­hen. Wir wer­den mehr und mehr un­ser gött­li­ches Selbst hier auf Er­den wer­den, Be­kun­dun­gen von Gott, der Lie­be und des Uni­ver­sums. Die Wahr­heit von uns al­len mit­ein­an­der, mit der Na­tur, mit dem Uni­ver­sum wird nicht län­ger ei­ne Vor­s­tel­lung sein, son­dern ei­ne Ge­wiss­heit, die wir le­ben.

 

Quelle: Wrage Inspiration (1/2014)