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INSPIRATION FÜR KÖRPER, GEIST UND SEELE                
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KGS Hamburg Magazin Artikel (Mrz 2014)

Dank­bar­keit öff­net das Herz

Kyle Gray wuss­te schon als Kind, dass ihn We­sen aus der geis­ti­gen Welt be­g­lei­ten und be­schüt­zen. Als Teen­a­ger fing er an, Bot­schaf­ten der En­gel auch an an­de­re Men­schen zu über­mit­teln. Heu­te ist der 26-jäh­ri­ge Schot­te welt­weit als "En­gel­flüs­te­rer" be­kannt. In al­len Le­bens­la­gen bit­tet Kyle Gray die En­gel um Hil­fe. Er hat die Er­fah­rung ge­macht, dass Dank­bar­keit die bes­te Grund­la­ge ist, auf der sich Plä­ne und Wün­sche mit Un­ter­s­tüt­zung der geis­ti­gen Welt ver­wirk­li­chen las­sen. Hier be­schreibt er, wie man am bes­ten in den Tag star­tet, um ihn zu ei­nem gu­ten Tag zu ma­chen. Kyle Gray wird zum Event "ig­ni­te now!" im März nach Ham­burg kom­men und im April ein Se­mi­nar hal­ten.


Dan­ke zu sa­gen hat ei­ne ganz be­son­de­re Kraft. Er­in­ne­re dich an Zei­ten, in de­nen du den Weg für an­de­re Men­schen frei ge­macht hast - du hast sie un­ter­s­tützt, warst ihr Fel­sen und ihr En­gel. Hat­test du nicht ein Ge­fühl von Er­fül­lung, als sie zu dir das so wich­ti­ge Wort "dan­ke" ge­sagt ha­ben? Mit dem Kos­mos ist es ge­nau das Glei­che - das Uni­ver­sum liebt es zu hel­fen, und was noch wich­ti­ger ist, ihm ge­fällt es, wenn man sich bei ihm be­dankt.

Dank­bar­keit macht un­se­re Ge­be­te kraft­voll. Sie er­laubt uns, Angst in Wert­schät­zung zu ver­wan­deln.

Wenn wir uns in ei­nem Zu­stand von Angst, Ver­n­ei­nung, Selbst­hass und Feind­se­lig­keit be­fin­den, ist das ganz an­ders. Dann kann das Ego die Zü­gel in die Hand neh­men. Was ist das Ego? Es ist die Stim­me der Angst, der Teil in uns, der un­se­re gött­li­che In­tel­li­genz in Fra­ge stellt. Es ist der Teil, der macht, dass wir uns klein und nicht gut ge­nug füh­len. Kürz­lich ha­be ich Dr. Way­ne Dy­er sa­gen hö­ren, EGO sei ein Akro­nym für "Ed­ging God Out" (zu Deutsch et­wa: Gott aus­gren­zen). Das macht für mich to­tal Sinn! Das Ego ver­drängt die Stim­me Got­tes. Es macht, dass wir uns ein­sam füh­len, dass wir an­de­re ver­ur­tei­len und uns von ih­nen ab­gren­zen - was ei­gent­lich das Letz­te ist, das wir wol­len, be­son­ders wenn wir möch­ten, dass un­se­re Ge­be­te er­hört wer­den.

Aber wenn wir dank­bar sind, las­sen wir Gott her­ein. Dann sind wir mit der Lie­be ver­bun­den, und weil Wun­der ein na­tür­li­cher Aus­druck der Lie­be sind, wer­den un­se­re Ge­be­te auch er­hört wer­den.


Dank­bar­keit öff­net das Herz und macht es empfäng­lich

Wenn wir un­se­re Auf­merk­sam­keit auf das rich­ten, was se­gens­reich ist und wofür wir dank­bar sind, pas­siert et­was Er­staun­li­ches: Un­se­re Schul­tern ent­span­nen sich au­to­ma­tisch und wir fan­gen an zu lächeln. Wenn wir aber den Fo­kus auf ne­ga­ti­ve Din­ge in un­se­rem Le­ben rich­ten, ver­spannt sich un­ser Kör­per und wir run­zeln die Stirn. Es pas­siert noch et­was an­de­res, wenn wir Dank­bar­keit emp­fin­den: Wir öff­nen un­ser Herz. Nicht das Herz, das Blut durch un­se­ren Kör­per pumpt (ob­wohl mich das auch nicht über­ra­schen wür­de), son­dern un­ser spi­ri­tu­el­les Herz, den Teil un­se­rer See­le, der die Ge­schen­ke des Him­mels will­kom­men heißt. Wenn wir un­ser Herz für die­sen Se­gen öff­nen, öff­nen wir uns der stän­di­gen Un­ter­s­tüt­zung und der Fül­le der En­gel.

Die En­gel ju­bi­lie­ren, wenn wir ih­nen dan­ken. Sie lie­ben nichts mehr, als dass wir glück­lich sind. Wenn ich mei­nen En­geln dan­ke, dann tan­zen und wir­beln sie um mich her­um.


Nen­ne fünf Din­ge ...


Es kann ge­nau­so ein­fach sein, "dan­ke" und "ich lie­be" zu sa­gen, wie zu sa­gen "ich will nicht" und "ich has­se". Das h-Wort ver­mei­de ich wie die Pest. So­bald wir es ver­wen­den, las­sen wir die Angst ans Ru­der.

Ich hat­te mal ei­ne ganz be­son­de­re Kli­en­tin na­mens Ash­ley. Sie war ein sehr wa­ches, leuch­ten­des We­sen - so ge­er­det und gleich­zei­tig so ver­bun­den mit der geis­ti­gen Welt. Am En­de des Rea­dings spra­chen wir über die Kraft der Dank­bar­keit und sie sag­te, sie er­mu­ti­ge ih­re Kin­der da­zu, dank­bar zu sein. Wenn sie sa­gen, dass sie et­was has­sen, dann sagt sie zu ih­nen: "Und jetzt nen­ne mir fünf Din­ge, für die du dank­bar bist."

Ich sag­te: "Tol­le Idee! Die muss ich mir aus­lei­hen!"

Wenn ich al­so hö­re, dass Men­schen sa­gen, sie mö­gen et­was nicht oder has­sen et­was, dann er­mun­te­re ich sie da­zu, fünf Din­ge auf­zu­lis­ten, die sie mö­gen oder für die sie dank­bar sind. Oder fünf Ge­schen­ke des Him­mels, die sie heu­te emp­fan­gen ha­ben.

Ver­su­che das jetzt mal! Schließ dei­ne Au­gen, nimm ein paar tie­fe Atem­zü­ge und schau, ob du fünf Din­ge nen­nen kannst, für die du dank­bar bist. Denk dar­an, die En­gel hö­ren dir zu!


Ab­sichts­vol­le Dank­bar­keit


Kürz­lich ha­be ich an ei­ner High­school über mein Le­ben und die Kraft der En­gel ge­s­pro­chen. Es wa­ren an dem Tag sie­ben Grup­pen, meist von ei­ner Größe von et­wa 30 bis über 200 Schü­lern. Was mir aber am meis­ten in Er­in­ne­rung ge­b­lie­ben ist, ist ei­ne Klas­se mit nur 14 Ju­gend­li­chen, die als be­son­ders schwie­rig gal­ten. Und ob­wohl sie als die schwie­rigs­ten Schü­ler ver­schrien wa­ren, hat­te ich das Be­dürf­nis zu ih­nen zu sp­re­chen, weil das wahr­schein­lich die Klas­se ge­we­sen wä­re, zu der ich als Schü­ler gehört hät­te.

Ich wur­de al­ler­dings ein biss­chen ner­vös, als ich sah, dass auch ein Po­li­zist im Klas­sen­zim­mer war. Die Kids stör­te das gar nicht. Ich fing an, ih­nen et­was dar­über zu er­zäh­len, wie man sei­ne Wün­sche ver­wirk­li­chen kann, aber die meis­ten wa­ren mehr dar­an in­ter­es­siert, sar­kas­ti­sche Kom­men­ta­re ab­zu­ge­ben. Ich hat­te nicht mehr viel Zeit und muss­te mir schnell was ein­fal­len las­sen!

Ei­ne in­ne­re Stim­me sag­te zu mir: "Prak­ti­zie­re Dank­bar­keit." Und das war au­gen­blick­lich die rich­ti­ge In­spi­ra­ti­on.

Ich sag­te: "Wer von euch hat ei­nen Traum? Wer von euch möch­te, dass die­ser Traum wahr wird?"

Al­le ho­ben die Hän­de, ob­wohl die meis­ten im­mer noch so aus­sa­hen, als ob sie das gar nichts an­gin­ge.

"Al­so", sag­te ich, "es gibt et­was, dass eu­re En­er­gie auf die Ver­wirk­li­chung eu­res Trau­mes lenkt! Wisst ihr, was das ist? Es ist Dank­bar­keit."

"Was ist denn Dank­bar­keit?", frag­te ein jun­ger Mann in der ers­ten Rei­he her­aus­for­dernd.

"Für mich be­deu­tet es, dank­bar für Din­ge und Men­schen in mei­nem Le­ben zu sein, und na­tür­lich auch für Din­ge, die viel­leicht noch nicht in mei­nem Le­ben sind."

"Was meinst du da­mit? Du bist dank­bar für Din­ge, die du gar nicht hast?"

"Ganz ge­nau", sag­te ich. "Ich bin dank­bar für Din­ge, die ich schaf­fen möch­te."

Der Jun­ge dach­te ei­nen Au­gen­blick nach. "Das ist ei­gent­lich ganz cool ..."

"Sol­len wir es dann mal aus­pro­bie­ren?"

Ich bat die Schü­ler, zwei Lis­ten zu er­s­tel­len und sie je­weils von eins bis fünf durch­zu­num­me­rie­ren. Auf der ers­ten Lis­te stan­den die Din­ge, für die sie jetzt in ih­rem Le­ben dank­bar wa­ren, und auf der zwei­ten stan­den die "Dank­bar­keits-Ab­sich­ten", die Din­ge, die sie in der Zu­kunft zu er­schaf­fen hoff­ten.

Man hät­te ei­ne Steck­na­del fal­len hö­ren kön­nen, als al­le - ein­schließ­lich des Po­li­zis­ten - ih­re Lis­ten ver­fass­ten.

Ich schau­te ei­nem jun­gen Mann über die Schul­ter, der schrieb:

"Ich bin dank­bar für
1. Mei­ne Mut­ter und mei­nen Va­ter
2. Mei­ne X-Box
3. Die Ge­sund­heit mei­nes Bru­ders
4. Gu­te Freun­de
5. Mei­ne neu­en Trai­nings­schu­he"

Ich freu­te mich sehr, dass für ihn die Ge­sund­heit ei­nes Fa­mi­li­en­mit­glieds ein Ge­schenk war, aber was ich noch bes­ser fand, war ei­ne sei­ner "Dank­bar­keits-Ab­sich­ten": mit dem Rau­chen auf­hö­ren. Es berühr­te mich sehr, dass er schon in die­sem ju­gend­li­chen Al­ter dar­an dach­te, sein Ver­hal­ten zum Bes­se­ren hin zu ver­än­dern. Das zeigt, dass Dank­bar­keit die En­er­gie wirk­lich grund­le­gend ver­än­dern kann.


Wür­di­ge die Ge­schen­ke des Him­mels

Ei­ne gu­te Übung ist es, den Tag da­mit zu be­gin­nen, dass du dich be­dankst. Ich fan­ge meis­tens an mit "Lie­ber Gott, lie­be En­gel, ich möch­te euch erst ein­mal für al­le Ge­schen­ke mei­nes Le­bens dan­ken, be­son­ders für ...", und dann lis­te ich al­le Din­ge auf, für die ich an die­sem Mor­gen dank­bar bin. (...)


Lis­ten, Ta­ge­bücher und Ge­fäße der Dank­bar­keit

Es gibt vie­le Ar­ten, Dank­bar­keit aus­zu­drü­cken. Ei­ne Lis­te mit Dank­sa­gun­gen an das Uni­ver­sum auf­zu­s­tel­len kann wirk­lich das Herz öff­nen. Du kannst dir dafür ein ex­tra Buch an­le­gen oder auch ein­fach Zet­tel neh­men, die dir zu­fäl­lig in die Hän­de fal­len. Egal, wie du es machst, es kann dich wirk­lich in dei­nem Wachs­tum un­ter­s­tüt­zen.

Vor kur­zem hat­te ich die Idee, mei­ne Er­in­ne­run­gen in ei­nem großen Ge­fäß auf­zu­be­wah­ren. Schreib je­den Tag ei­ne Er­in­ne­rung auf ein Stück Pa­pier, das du ge­ra­de zur Hand hast, und le­ge es in ein Ge­fäß, um es Jah­re spä­ter wie­der an­zu­schau­en. Dann kam mir der Ge­dan­ke, es wä­re noch bes­ser, das mit Dank­bar­keits-Ge­dan­ken zu ma­chen.

(...)

Al­so, war­um ver­suchst du es nicht ein­mal mit die­sen Übun­gen:

* Be­gin­ne dei­nen Tag mit Dank­bar­keit! Den­ke an all die Din­ge, für die du dank­bar bist, und den­ke an et­was, für das du am nächs­ten Tag dank­bar sein möch­test. Zum Bei­spiel: "Ich bin dank­bar dafür, dass ich si­cher zur Ar­beit kom­me, ich bin dank­bar für ei­nen gu­ten Park­platz, ich bin dank­bar für ei­ne gu­te Kom­mu­ni­ka­ti­on heu­te ..."

* Brin­ge dei­ne Ge­schen­ke des Him­mels zu Pa­pier, schrei­be sie in ein Ta­ge­buch, pos­te sie im In­ter­net oder be­wah­re sie in ei­nem Ge­fäß auf.

* Schrei­be fünf Ge­schen­ke auf, die du be­reits er­hal­ten hast, und fünf, die du noch er­hal­ten möch­test. Du kannst das!

(Aus­zug aus dem Buch An­gel Pray­ers von Kyle Gray, Ab­druck mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Hay Hou­se Ver­la­ges.)

 

Quelle: KGS Hamburg Magazin (03/2014)