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KGS Hamburg Magazin Artikel (September 2014)

Ein Ja zur Ver­än­de­rung

Mehr in­ne­ren Frie­den, Frei­heit, Wär­me, Freu­de und we­ni­ger Dra­ma – wie wir un­ser Le­ben ge­s­tal­ten, ha­ben wir selbst in der Hand, weiß Sab­ri­na Fox. Die En­ge­l­ex­per­tin und Best­sel­ler­au­to­rin greift auf ih­re ei­ge­nen Er­fah­run­gen zu­rück, wenn sie in ih­ren Se­mi­na­ren und Büchern zeigt, wel­che Schrit­te auf dem Weg der per­sön­li­chen Ent­wick­lung und des Wachs­tums wich­tig sind und wie sie ge­gan­gen wer­den kön­nen. Ver­än­de­run­gen sind auf die­sem Weg das ein­zig Be­s­tän­di­ge und „Ja“ zu ih­nen zu sa­gen, öff­net Tü­ren und macht vie­les leich­ter. Sab­ri­na Fox wird beim Event „Hei­le dein Le­ben“ als Re­fe­ren­tin da­bei sein. An­fang No­vem­ber gibt sie ein Ta­ges­se­mi­nar für Frau­en zum The­ma Älter­wer­den


Spi­ri­tu­el­le In­hal­te darf man durch­aus mit Hu­mor ver­mit­teln. Für eben­die­se Fähig­keit, ne­ben an­de­ren, wird Sab­ri­na Fox von ih­ren Le­sern und ih­rem Se­mi­nar­pu­b­li­kum ge­schätzt. Die frühe­re Jour­na­lis­tin und Fern­seh­mo­de­ra­to­rin, die aus Mün­chen stammt, ist 1988 nach Los An­ge­les ge­zo­gen – der Lie­be we­gen. Dort be­gann sie, sich in­ten­siv mit ver­schie­de­nen Me­di­ta­ti­ons­for­men zu be­schäf­ti­gen, sie stu­dier­te Tra­di­tio­nen der in­di­ge­nen Völ­ker Nord­a­me­ri­kas und ließ sich zur Hyp­nos­e­the­ra­peu­tin aus­bil­den. Die En­gel ka­men in ihr Le­ben und wur­den ih­re stän­di­gen Be­g­lei­ter und Hel­fer in al­len Le­bens­la­gen. Nach wie vor fühlt sich die Au­to­rin meh­re­rer Best­sel­ler zu spi­ri­tu­el­len The­men in der christ­li­chen Tra­di­ti­on zu Hau­se – frei von dog­ma­ti­schen Kon­ven­tio­nen.

Das Mul­ti­ta­lent – nicht nur schreibt sie Bücher, sie schreibt und singt ih­re ei­ge­nen Lie­der und stellt als Bild­haue­rin Skulp­tu­ren her – nähert sich den The­men, die sie be­we­gen, mit großer Of­fen­heit. Die­se teilt sie von Her­zen gern mit an­de­ren Men­schen, denn ih­re The­men sind na­tür­lich auch die vie­ler an­de­rer Men­schen: mit Kri­sen um­ge­hen, das Älter­wer­den ak­zep­tie­ren und ge­nießen, Ver­än­de­run­gen an­neh­men, Selbst­lie­be ent­wi­ckeln.

Ih­re Er­fah­rung ist, dass wir Men­schen im Lau­fe un­se­res Le­bens, wenn wir die­ses be­wusst und acht­sam le­ben, Er­eig­nis­se we­ni­ger aus der Sicht un­se­rer Per­sön­lich­keit und mehr mit den Au­gen der See­le be­trach­ten. Wir ler­nen „Ja“ zu uns selbst zu sa­gen und da­mit auch zu den Ver­än­de­run­gen, über die wir auch selbst ent­sch­ei­den kön­nen. Wich­tig sind da­bei un­ter an­de­rem Selbst­re­f­le­xi­on und Ge­dan­ken­hy­gie­ne, das Los­las­sen al­ter Stra­te­gi­en – und auch Um­we­ge, denn sie tra­gen da­zu bei, dass wir uns selbst bes­ser ken­nen­ler­nen und Mit­ge­fühl und Ver­s­tänd­nis für uns selbst und an­de­re ent­wi­ckeln. „Das Le­ben ist nicht an­nähernd so kom­pli­ziert, wie ich es mir früher vor­ge­stellt und auch so er­lebt ha­be. Je­der Tag hat­te da­mals mehr Dra­ma als jetzt mein kom­plet­tes Jahr. Das, was ich mir am An­fang mei­nes spi­ri­tu­el­len Er­wa­chens 1992 er­hofft und er­sehnt hat­te, ist ein­ge­t­re­ten. Ich ha­be Frie­den in mei­nem Le­ben. Frie­den mit mir. Und nicht nur das, son­dern ei­ne in­ne­re Freu­de und Ge­las­sen­heit, die sich manch­mal durch lan­ge stil­le Zei­ten und dann wie­der durch be­geis­ter­te Ak­ti­vität zeigt.

Das be­deu­tet nicht, dass ich oder mein Le­ben lang­wei­lig ge­wor­den ist. Es heißt aber, dass ich ehr­li­cher ge­wor­den bin. Loya­ler mir ge­genüber. Zärt­li­cher zu mei­nem Kör­per. Ein Teil von mir ist kom­pro­miss­lo­ser, ein an­de­rer Teil wei­cher ge­wor­den. Ich ha­be mehr Ver­s­tänd­nis für mei­ne Mit­men­schen und mich ent­wi­ckelt und gleich­zei­tig ei­ne di­rek­te­re, viel­leicht auch schär­fe­re Klar­heit, was ge­macht wer­den muss. Ob­wohl ich fließe, ist nichts mehr Wi­schi­wa­schi. Ich schaue mir Ver­hal­tens­wei­sen und Le­bens­um­s­tän­de an, und es ist sehr viel kla­rer, war­um sich et­was so und nicht an­ders ent­wi­ckelt hat. Ich ha­be mich ver­än­dert und weiß, wie viel Fo­kus das braucht. Ich bin stolz auf mich, dass ich es ge­schafft ha­be. Bin ich fer­tig? Nein. Ich le­be noch.

Der spi­ri­tu­el­le Weg wird schmä­ler. Am An­fang ist er wie ei­ne brei­te Straße, auf der man noch vie­les aus­pro­bie­ren kann. Je mehr man sich schult, des­to schmä­ler und ge­ra­der wird er. Das ist wie bei ei­ner Skulp­tur. Wenn ich am An­fang an ei­ner Fi­gur ar­bei­te, dann gibt es gro­be Be­we­gun­gen. Lehm wird in großen Stü­cken an­ge­bracht. Ge­gen En­de ge­he ich mit fei­nem klei­nem Zahn­arzt­werk­zeug dar­an. Ei­ner Lu­pe. Die gro­be Ar­beit ist vor­bei. Jetzt geht es ans Jus­tie­ren.

Wenn Wahr­heit ein­mal ver­s­tan­den ist, dann kann sie nicht mehr weg­ge­d­acht wer­den. Ein­mal ver­s­tan­den, bleibt sie bei uns.“


(Der als Zi­tat ge­kenn­zeich­ne­te Text ist ein Aus­zug aus dem Buch Bo­dy Bles­sing – Der lie­be­vol­le Weg zum ei­ge­nen Kör­per von Sab­ri­na Fox, 2012, TB, 319 Sei­ten, 8,99 Eu­ro, mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Al­le­gria Ver­la­ges.)

 

Quelle: KGS Hamburg Magazin (9/2014)