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INSPIRATION FÜR KÖRPER, GEIST UND SEELE                
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KGS Hamburg Magazin Artikel (April 2013)

Ver­trau­en in die himm­li­sche Füh­rung

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Geist­we­sen wie En­geln, Na­tur­we­sen und Ver­s­tor­be­nen gehört zum Le­ben von Ja­na Haas seit ih­rer Kind­heit. Sie ist seit ih­rer Ge­burt hell­sich­tig und nimmt die geis­ti­ge Welt eben­so deut­lich wahr wie die ma­te­ri­el­le. Ihr Wis­sen und ih­re Er­fah­run­gen teilt sie mit an­de­ren Men­schen und lehrt sie, selbst Kon­takt zu den Geist­we­sen auf­zu­neh­men. An­fang Mai kommt die in Ka­sachs­tan ge­bo­re­ne En­ge­l­ex­per­tin wie­der für ei­nen Work­shop und ei­nen Vor­trag nach Ham­burg. Im In­ter­view mit KGS-Re­dak­teu­rin Mo­ni­ka Knapp spricht Ja­na Haas über Hei­lung, See­len­plan und die Kraft von Ge­be­ten.


Ihr Se­mi­nar, das Sie in Ham­burg ge­ben wer­den, trägt den Ti­tel „Dein Glau­be hat dich ge­heilt“. Ist das der Glau­be an Gott?

Es ist das Er­le­ben tie­fer Ver­bin­dung mit gött­li­cher Prä­senz, aus wel­cher großes Ur­ver­trau­en leb­bar ist. Wah­res Gott­ver­trau­en ist ei­ne in­ne­re Ak­ti­vität, die bis in je­de ein­zel­ne Zel­le dringt. Es be­deu­tet ein in­ten­si­ves Hin­ein­ge­hen in die un­er­schüt­ter­li­chen Kräf­te des ei­ge­nen Her­zens, ein be­wuss­tes „Sich-fal­len-Las­sen“ in das Wis­sen um himm­li­sche Füh­rung.

Wel­che ei­ge­nen Er­fah­run­gen da­zu kön­nen Sie mit un­se­ren Le­sern tei­len?


Ich er­in­ne­re mich an ei­ne Teil­neh­me­rin, de­ren Sohn nach ei­nem Hirn­schlag im Mut­ter­leib blind auf die Welt kam. Sie hat von An­fang an tie­fe Zu­ver­sicht ge­spürt, dass er ei­nes Ta­ges se­hen wird. Die­se Vi­si­on hat sie jah­re­lang be­g­lei­tet, so dass sie ihm durch ih­ren un­er­schüt­ter­li­chen Glau­ben und mit ih­rer Lie­be die nö­ti­ge Kraft und Un­ter­s­tüt­zung über­mit­teln konn­te. Heu­te ist das Kind se­hend und trägt ei­ne Bril­le.

Selbst­lie­be ist der wohl wich­tigs­te As­pekt, wenn es um Hei­lung be­zie­hungs­wei­se Selbst­hei­lung geht. Was könn­ten ers­te Schrit­te in die­se Rich­tung sein – denn den meis­ten Men­schen fällt es ja sehr schwer, sich wirk­lich und be­din­gungs­los selbst zu lie­ben?!


Der ers­te Schritt zur Selbst­lie­be ist die Er­kennt­nis, dass die Lie­be un­se­re Exis­tenz­grund­la­ge ist und un­se­ren Le­bens­sinn aus­macht. Wenn wir die Lie­be nicht in uns selbst und zu uns selbst in ih­rer reins­ten Form emp­fin­den, dann kön­nen wir sie auch nicht im Außen fin­den. Selbst­lie­be be­deu­tet, sich selbst zu genü­gen, oh­ne An­sprüche an an­de­re zu stel­len. Denn wenn man sich selbst liebt, be­rei­chert man auch an­de­re Men­schen mit sei­ner Lie­be, Gü­te und strah­len­den Kraft.

Wir ha­ben oft die Vor­s­tel­lung, Hei­lung be­deu­tet Hei­lung auf phy­si­scher Ebe­ne. Aber was be­deu­tet Hei­lung wirk­lich?

Es ist wich­tig, die Kräf­te des Kör­pers mit de­nen des Ge­fühls (See­le) und der Ge­dan­ken (Geist) zu ver­bin­den. Der ma­te­ri­el­le Kör­per ist zwar ver­gäng­lich, doch so­lan­ge er uns auf Er­den dient, soll­te er ein ge­sun­des Zu­hau­se für die See­le sein. Die Ge­sund­er­hal­tung des Kör­pers ist über die Durch­lich­tung der Kör­per­zel­len mög­lich, wenn See­le und Geist in har­mo­ni­scher Schwin­gung mit dem Kör­per sind. Die Durch­lich­tung und Heil­wer­dung ge­schieht über das Ver­trau­en in die geis­ti­ge Füh­rung und über lie­be­vol­le Ge­füh­le. Aus dem Ver­trau­en in die Schöp­fung und in un­se­re Ge­füh­le ler­nen wir Of­fen­heit, Weis­heit und Lie­be zu emp­fin­den, zu­gleich ist es wich­tig, dass der Geist frei ist.

Die Drei­fal­tig­keit von kör­per­li­chem Atem, lie­be­vol­lem Füh­len und kla­rem Den­ken ist ei­ne Vor­aus­set­zung für die in­ne­re Ent­wick­lung und für glück­li­ches Han­deln. In ei­nem ge­sun­den Kör­per fühlt sich die See­le wohl, Lie­be und Har­mo­nie spie­geln sich in der Hal­tung. An­ders kann es sich ver­hal­ten, wenn wir geis­tig fest­ge­fah­ren sind und un­se­re See­le lei­det. Wenn man ei­ne gu­te Selbst­wahr­neh­mung hat und sei­nem Le­bens­sinn folgt, sind Kör­per, Geist und See­le im Gleich­ge­wicht.

Wenn es Ver­ant­wor­tung und Ent­sch­ei­dungs­frei­heit gibt, dann gibt es in ge­wis­ser Wei­se auch die Frei­heit, Ge­sund­heit oder Krank­heit zu wäh­len. Ich will hier nicht die Be­haup­tung auf­s­tel­len, dass es kei­ne Schick­sa­le gibt und dass je­der selbst für ei­ne schwe­re Krank­heit ver­ant­wort­lich ist, aber ich möch­te auf die Macht der Selbst­hei­lungs­kräf­te auf­merk­sam ma­chen, die in je­dem Men­schen exis­tie­ren.

Wel­che Kraft ha­ben Ge­be­te oder Bit­ten an die geis­ti­gen Hel­fer, die wir für an­de­re Men­schen sp­re­chen?


Ge­be­te und Seg­nun­gen zäh­len ver­mut­lich zu den äl­tes­ten Heil­kräf­ten über­haupt. Sie sind aus al­len Kul­tur­krei­sen und Re­li­gio­nen be­kannt. Wenn Wor­te mit Ge­füh­len ver­bun­den wer­den, um da­mit auf die Ebe­ne der Tat, der ir­di­schen Ver­wirk­li­chung zu kom­men, dann ist das ein Schritt, um un­se­ren Zie­len näher zu kom­men. Ge­be­te und Seg­nun­gen sind ei­ne Heil­me­tho­de, die wir selbst aus­ü­ben kön­nen. Sie brin­gen Klar­heit und füh­ren zur Ei­gen­ver­ant­wor­tung und Selbst­s­tän­dig­keit, und das im Sin­ne ei­nes ganz­heit­li­chen Be­wusst­seins, da wir ei­ner­seits selbst ak­tiv wer­den und uns an­de­rer­seits die en­ge Ver­bin­dung mit Gott, den En­geln und der gan­zen Schöp­fung be­wusst ma­chen. 

Bei Ge­be­ten bit­ten wir um Hil­fe und Hei­lung für uns be­zie­hungs­wei­se für un­se­re Mit­men­schen von ei­ner höhe­ren Ebe­ne und mit höhe­ren Kräf­ten. Die­se sind zwar auch in je­dem von uns vor­han­den, aber wir kön­nen nicht im­mer den Zu­gang fin­den und sie be­wusst nut­zen und ein­set­zen. Des­halb bit­ten wir dar­um, dass die­se Kräf­te uns in be­stimm­ten Si­tua­tio­nen stär­ker zu­fließen be­zie­hungs­wei­se deut­li­cher spür­bar und nutz­bar wer­den.

Die weit ver­brei­te­te Vor­s­tel­lung vom Pa­ra­dies und die da­mit ver­bun­de­ne Hoff­nung ist, dass dort end­lich al­ler Schmerz zu En­de ist. Was wür­den Sie sa­gen, ist das Pa­ra­dies? Ist es ein Teil des Jen­seits oder et­was, das wir auch im Dies­seits ver­wirk­li­chen kön­nen?

Das Pa­ra­dies ist ei­ne sehr ho­he Him­mels­di­men­si­on, die Gott sehr na­he kommt. Hier kön­nen sol­che See­len ih­ren Platz fin­den, die schon sehr na­he am Ziel ih­rer Ent­wick­lung und in rei­ner Lie­be sind und sich selbst be­reits in ei­ner ho­hen got­tähn­li­chen Schwin­gung be­fin­den. Das Pa­ra­dies ist pu­res, gött­li­ches Licht und lie­be­vol­le Schwin­gung. Hier herr­schen dau­er­haft Frie­den, Har­mo­nie und Glück.

Der Mensch von heu­te hat die Auf­ga­be, be­wusst Ver­ant­wor­tung für sei­nen frei­en Wil­len und die Ent­sch­ei­dung für Angst oder Lie­be zu über­neh­men. Ein pa­ra­die­si­scher Zu­stand ist auch hier auf der Er­de mög­lich, wir müs­sen dafür lie­be­vol­le Be­reit­schaft ent­wi­ckeln und Frie­den in un­se­rem Her­zen er­mög­li­chen.

Gibt es in der jen­s­ei­ti­gen, geis­ti­gen Welt auch „ne­ga­ti­ve“ Schwin­gun­gen?


Die „Höl­le“ ist ein emo­tio­na­ler Zu­stand ei­ner See­le, aus dem der Mensch, wie in ei­nem Schock­zu­stand oder in der Wut ge­fan­gen, nicht her­aus­kommt. In die­sem blo­ckier­ten Zu­stand fehlt gänz­lich die Lie­be und so­mit jeg­li­che Ent­wick­lung. Die Höl­le und das Fe­ge­feu­er exis­tie­ren nicht in der Form, wie sie meist ge­lehrt wer­den, son­dern sie be­s­te­hen aus­schließ­lich in je­dem selbst.

Was ist ein See­len­plan? Ist es das, was wir auch Schick­sal nen­nen?


Der See­len­plan ist ei­ne er­wei­ter­te Schwin­gung der See­le, wel­che den vor­ge­nom­me­nen „ro­ten Fa­den“ im Le­ben dar­stellt. Die­sen be­spricht die See­le vor der Wie­der­ge­burt mit ih­rem Schutz­en­gel. Die­ser „ro­te Fa­den“ ist der vor­ge­nom­me­ne Weg, um sich ver­s­tärkt über die Lie­be wahr­zu­neh­men und sich mehr und mehr zur All-Lie­be hin zu ent­wi­ckeln. Je näher der Mensch sich sei­nem See­len­plan be­fin­det, um­so glück­li­cher, er­folg­rei­cher und auch ge­sün­der ist er. Folgt er da­ge­gen sei­nem Her­zen, sei­ner In­tui­ti­on und sei­nem See­len­ruf nicht, so han­delt er aus sei­nem In­tel­lekt und aus sei­nen Prä­gun­gen und so­mit aus ei­ner un­be­wuss­ten, oft auch ne­ga­tiv ge­präg­ten Re­so­nanz her­aus und kommt vom vor­ge­nom­me­nen Plan ab. 

Wir ha­ben uns viel mehr vor­ge­nom­men, als uns be­wusst ist, doch bei Wei­tem nicht al­les, denn so vie­les un­ter­liegt un­se­rer ge­gen­wär­ti­gen Re­so­nanz und un­se­ren Ent­sch­ei­dun­gen. Es gibt nicht nur die­se Form von Ein­zel­schick­sa­len, son­dern auch ein for­men­des, krea­ti­ves En­er­gie­feld der ge­sam­ten Mensch­heit, wel­ches glo­ba­le Schick­sa­le er­schafft. So­mit ist Schick­sal die Fol­ge der bis­he­ri­gen Zu­sam­men­hän­ge der Er­eig­nis­se und muss nicht dem vor­ge­nom­me­nen See­len­plan ent­sp­re­chen.

Müs­sen wir uns un­se­res See­len­p­la­nes be­wusst sein, da­mit er sich ent­fal­tet?


Es ist sinn­voll sei­nen See­len­plan zu be­grei­fen und den dar­aus re­sul­tie­ren­den ei­ge­nen Le­bens­plan und Le­bens­weg zu er­ken­nen, um das ei­ge­ne Schick­sal an­neh­men zu kön­nen, die in­ne­re Er­fül­lung zu fin­den und die mit­ge­brach­ten Fähig­kei­ten le­ben zu kön­nen. 

Wel­che Rol­le spielt Dank­bar­keit für un­se­re geis­ti­ge und spi­ri­tu­el­le Ent­wick­lung?

Dank­bar­keit öff­net die Her­zen und zeigt den Weg auf zum in­ne­ren Frie­den und so­mit zu Gott. Die­se lie­be­vol­le in­ne­re Hal­tung ist die Ba­sis ei­ner spi­ri­tu­el­len Ent­wick­lung. Denn es geht nicht dar­um, wel­chen Glau­ben man ver­folgt, son­dern dass man ein gu­tes Herz hat.

 

Quelle: KGS Hamburg Magazin (04/2013)